Die Grönholm-Methode - oder: Die Normalität, nach der wir uns so sehnen.

Das Theater der jungen Welt in Leipzig, hat einiges zu bieten, live – und jetzt im Stream. Diesmal eine Satire auf den modernen Arbeitsmarkt:Die moderne Arena befindet sich im elften Stock eines Möbel-Konzerns. Der lichtdurchflutete Raum besticht durch seine Kühle. Alles ist in Weiß gehalten. Der Boden, die Decke, die vier würfelförmigen Hocker und der Wasserspender. Ein Spitzenposten und vier Bewerber. Auf sich allein gestellt, entbrennt zwischen den Konkurrenten ein Psychokrieg. In dem im Stück „Die Grönholm-Methode“ des Spaniers Jordi Galceran, inszeniert von Jürgen Zielinski, werden alle Rücksichten fallen gelassen. Das Geschlechter-Verhältnis ist 3:1. Wie im richtigen Leben. Rund um die zentrale, von Nicolaus-Johannes Heyse eindrucksvoll entworfene Bühne haben die Job-Fighter Platz genommen. Wir sind Beobachter der menschenverachtenden Normalität, die sich ja alle so sehr zurücksehnen

Artikel vom 23. Mai 2020


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