Das Literatur-Café
Gott sei's gedankt, in der nächsten Welt wird es keinen Kaffee geben.
Denn es gibt Hamburg
steht, wie kaum eine andere Stadt, für Kaffee. Das erste Kaffeehaus
Deutsch- lands stand Ende des 17. Jahrhunderts in dieser Stadt. Und so wenig wie
die Speicher- stadt bis heute an Attraktivität für den deutschen Kaffeehandel
verloren hat, so wenig hat das Kaffeehaus an Faszination als Zentrum einer
Kultur eingebüßt, die für Genuss und Muße steht, gerade in den Zeiten von
„Events“ und „Coffee to go“. der wichtigsten Hamburg-Romane, ausgewählt vom
Literaturkritiker Hellmuth Karasek und der Abendblatt-Kulturredaktion. Jeder
der Bände offenbart eine besondere Facette der Stadt. Es lag also nahe, Kaffee & Literatur, Autoren, Texte und Interpreten der
„Bibliothek“
Donnerstag,
26. August Heta Mantscheff liest aus
Jo Brauner liest aus
nichts Schlimmeres, als auf Kaffee zu warten, wenn er noch nichtda ist“, soll Immanuel
Kant (1724 – 1804) gesagt haben. Kaffee gilt bis
heute als Aphrodisiakum des
Geistes für Literaten und andere Denker, das Kaffeehaus nicht zufällig als Heimstatt
literarischer Kultur.
Mit oder ohne Kaffee: Von Hamburg haben sich namhafte Autoren inspirieren
las-
sen. Das Hamburger Abendblatt hat das mit einer eigenen „Bibliothek“
belegt, mit 20
in einem „Kaffeehaus“ regelmäßig zusammenzuführen. Und jetzt gibt eine
zweite literarische Reihe in der Speicherstadt-Kaffeerösterei,
Das Literatur-Café
Monatlich wird darin ein neuer Text aus der Hamburger
Abendblatt Bibliothek
vorgelesen, besprochen, von den Autoren, von
ausgesuchten Interpreten...
Die Veranstaltungsreihe beginnt immer um
20:30 Uhr. -
Übrigens: Auf Kaffee müssen Sie dort nicht warten. Auf alles andere
auch nicht.
Hans Fallada - Wer einmal aus dem Blechnapf frisst
Heta Mantscheff, in Köln geboren,
studierte u.a. am Max Reinhardt Seminar Wien Schauspiel.
Sie war auf verschiedenen
deutschen Bühnen zu sehen (wie etwa dem Hamburger
Thalia-Theater), bevor sie
ins Castingfach wechselte. Heta Mantscheff, betreibt seit 1992
ein eigenes,
sehr bekanntes Castingbüro. Sie besetzte den „German Cast“ großer
internationaler
Kinoproduktionen („Operation Walküre“, „Der Pianist“) und zahlreiche
deutschsprachiger Fernseh- und Kinofilme wie z.B. „Todesspiel“ (1997), Bella
Martha“ (2001),
„Vom Ende der Eiszeit“ (2006), „Die Fälscher“ (2007). 1998
erhielt sie den Casting-Preis
der Cologne Conference, für die perfekte
Besetzung von insgesamt 106 Rollen im
ZDF-Dreiteiler "Die Wölfe", in
diesem Jahre hat Heta Mantscheff
erst als zweite deutsche
Casterin den Adolf-Grimme-Preis erhalten!Donnerstag, 30. September
Siegfried
Lenz - Der Mann im Strom
Jo Brauner prägte wie
kein anderer das Profil des Flaggschiffes der ARD, der Tages-
schau. 30 Jahre
lang, von 1974 bis 2004 las er die Nachrichten - und war 4 Jahre
„Primus inter Pares“ von ARD-aktuell.
Er ist ein Sprecher und Vorleser aus Leiden-
schaft. Mit seinem
nüchtern-sachlichen Stil beim Verlesen noch dramatischster Nach-
richten
avancierte er zu einem der bekanntesten TV-Charaktere Deutschlands. Nicht
nur Dank seiner sonoren Stimme steht er – noch immer - für Seriosität und
Glaub-
würdigkeit, Inhalt statt Boulevard und Show. Er ist damit ein idealer
Interpret von
Siegfried Lenz. Jo Brauner ist - ein Mann im Strom.