Schwarze Nächte ...
Die SCHWARZEN HAFEN-NÄCHTE haben einen "Ableger". Von Freitag, 25. Juni an gibt es dort eine zweite Lese-Reihe,
                            Das Literatur-Café   

Gott sei's gedankt, in der nächsten Welt wird es keinen Kaffee geben. Denn es gibt
nichts Schlimmeres, als auf Kaffee zu warten, wenn er noch nichtda ist
“, soll Immanuel
Kant (1724 – 1804) gesagt haben. Kaffee gilt bis heute als Aphrodisiakum des
Geistes für Litera
ten und andere Denker, das Kaffeehaus nicht zufällig als Heimstatt
literarischer Kultur. 

Hamburg steht, wie kaum eine andere Stadt, für Kaffee. Das erste Kaffeehaus Deutsch-

lands stand Ende des 17. Jahrhunderts in dieser Stadt. Und so wenig wie die Speicher-

stadt bis heute an Attraktivität für den deutschen Kaffeehandel verloren hat, so wenig

hat das Kaffeehaus an Faszination als Zentrum einer Kultur eingebüßt, die für Genuss

und Muße steht, gerade in den Zeiten von „Events“ und „Coffee to go“.
Mit oder ohne Kaffee: Von Hamburg haben sich namhafte Autoren inspirieren las-
sen. Das Hamburger Abendblatt hat das mit einer eigenen „Bibliothek“ belegt, mit
20

der wichtigsten Hamburg-Romane, ausgewählt vom Literaturkritiker Hellmuth Karasek

und der Abendblatt-Kulturredaktion. Jeder der Bände offenbart eine besondere Facette der

Stadt. Es lag also nahe, Kaffee & Literatur, Autoren, Texte und Interpreten der „Bibliothek“
in einem „Kaffeehaus“ regelmäßig zusammenzuführen. Und jetzt gibt eine
                      zweite literarische Reihe in der Speicherstadt-Kaffeerösterei,
                                                       Das Literatur-Café
Monatlich wird darin ein neuer Text aus der Hamburger Abendblatt Bibliothek
vorgelesen, besprochen, von den Autoren, von ausgesuchten Interpreten...
Die  Veranstaltungsreihe beginnt immer
um 20:30 Uhr. -
Übrigens: Auf Kaffee müssen Sie dort nicht warten. Auf alles andere auch nicht.

Donnerstag, 26. August 

Heta Mantscheff liest aus
Hans Fallada - Wer einmal aus dem Blechnapf frisst

Heta Mantscheff, in Köln geboren, studierte u.a. am Max Reinhardt Seminar Wien Schauspiel.
Sie war auf verschiedenen deutschen Bühnen zu sehen (wie etwa dem Hamburger
Thalia-Theater), bevor sie ins Castingfach wechselte. Heta Mantscheff, betreibt seit 1992
ein eigenes, sehr bekanntes Castingbüro. Sie besetzte den „German Cast“ großer
internationaler Kinoproduktionen („Operation Walküre“, „Der Pianist“) und zahlreiche
deutschsprachiger Fernseh- und Kinofilme wie z.B. „Todesspiel“ (1997), Bella Martha“ (2001),
„Vom Ende der Eiszeit“ (2006), „Die Fälscher“ (2007). 1998 erhielt sie den Casting-Preis
der
Cologne Conference, für die perfekte Besetzung von insgesamt 106 Rollen im
ZDF-Dreiteiler "Die Wölfe", in diesem Jahre hat Heta Mantscheff erst als zweite deutsche
Casterin den Adolf-Grimme-Preis erhalten!

Donnerstag, 30. September

Jo Brauner liest aus
Siegfried Lenz  - Der Mann im Strom 
Jo Brauner prägte wie kein anderer das Profil des Flaggschiffes der ARD, der Tages-
schau. 30 Jahre lang, von 1974 bis 2004 las er die Nachrichten - und war 4 Jahre
„Primus inter Pares“ von ARD-aktuell. Er ist ein Sprecher und Vorleser aus Leiden-
schaft.
Mit seinem nüchtern-sachlichen Stil beim Verlesen noch dramatischster Nach-
richten avancierte er zu einem der bekanntesten TV-Charaktere Deutschlands. Nicht
nur Dank  seiner sonoren Stimme steht er – noch immer - für Seriosität und Glaub-
würdigkeit, Inhalt statt Boulevard und Show. Er ist damit ein idealer Interpret von
Siegfried Lenz. Jo Brauner ist - ein Mann im Strom.